Schriftgröße
Kompetente Eltern - kompetente Kinder. ELTERNTALK bringt Eltern miteinander ins Gespräch
Aktuelles
 
23.03.2010
Erfolgskurs ELTERNTALK hält an: Über 1300 Elterngesprächsrunden in 2009 + Drei neue Standorte sind 2010 gestartet

ELTERNTALK entwickelt sich erfolgreich weiter. Neue Standorte kommen dazu, ältere Standorte entwicklen ELTERNTALK zu einem intensiven, nachhaltigen und gut vernetzten Angebot.

Neue Rekordzahlen
Aus unserer ersten Hochrechnung (ohne Gewähr, endgültigen Zahlen liegen noch nicht vor) ergab sich im letzten Jahr eine erneute Talkzahlsteigerung von ca. 28 % gegenüber dem Vorjahr (2008)!
So wurden in 2009 über 7000 Eltern (2008: 5632) in über 1300 Talks (2008: 1013) erreicht.
Mindestens 150 Talks fanden zum neu eingeführten Thema Suchtvorbeugung statt.

21 ELTERNTALK Standorte
Aktuell gibt es nun 21 Standorte im ELTERNTALK Netzwerk.
2010 starteten drei neue Standorte:
• Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz mit dem Standortpartnerverbund Förderverein Jedem seine Chance, Gesundheitsamt und Kreisjugendamt Neumarkt
• Landkreis Kronach, Standortpartner Kreisjugendamt
• Stadt Kaufbeuren, Abteilung Kinder, Jugend und Familie

Alle regionalen Ansprechpartner finden Sie hier auf der Webseite, unter „Wo gibt es ELTERNTALK“.

ELTERNTALK entwickelt sich zu einem dauerhaften regionalen Angebot
12 Regionen erreichten 2009 mit dem 4. bis 6. Projektjahr die Phasen der Verselb-ständigung und der selbständigen Standortpartner:
8 Standorte in der Verselbständigung (4.-5.Jahr)
4 selbständige Standorte (ab 6.Jahr)

Zunehmend mehr Standorten gelingt die Verselbständigung. 12 Standorte schafften 2009 die teils schwierige Finanzierung der steigenden Eigenanteile. Als wichtige Voraussetzung für das Gelingen der Verselbständigung wird von Standortseite dabei die weitere uneingeschränkte Anbindung ans ELTERNTALK-Netzwerk, mit Material- und Beratungsleistung und der Erhalt der, wenn auch deutlich sinkenden Landeszuschüsse, betont. Gleichzeitig schätzen Standortpartner die Möglichkeiten, in Rückkoppelung mit der Landesstelle, spezifische, am regionalen Bedarf orientierte Weiterentwicklungen, Schwerpunkte oder Synergiekonzepte realisieren zu können. Beispiel Pfaffenhofen: Ausbau und Nutzung des niedrigschwelligen Ansatzes für andere Familienbildungsthemen, wie Pubertät, Jugendschutzgesetze, Werteerziehung, Ernährung, Bildung allgemein etc.
Beispiel München: Ethnienspezifische, sozialräumlich orientierte Präventionsarbeit mit Eltern.

Nachhaltige Wachstumschancen
Langjährige Projektstandorte zeigen neben der zunehmenden Vernetzung und Weiterentwicklung vor Ort größtenteils deutlich überdurchschnittliche Talkzahlen, d.h. weit über 40 Talks pro Jahr. So fanden in Kempten (6.Jahr) 135 Talks, im Unterallgäu (7.Jahr) 110 Talks, in Würzburg (5.Jahr) 96 Talks in Coburg (4.Jahr) 183 und in Pfaffenhofen (4.Jahr) 130 Talks statt. So lag die Talk-Anzahl der Standorte, die länger als 5 Jahre ELTERNTALK anbieten weit über 100 Prozent der Sollgröße.
Das belegt die außergewöhnlich großen und nachhaltigen Wachstumschancen des Projektes, deren wichtigster Garant neben dem hohen Engagement aller regionalen Beteiligten v.a. auch der Erhalt der fachlichen Zentralversorgung (Schulungen, Netzwerktreffen, Beratungen, Impulse, Motivation, aktuelles Material etc.) und die Anbindung an die Netzwerkleitung ELTERNTALK ist.

Die flexible Ausbaufähigkeit des Projektes vor Ort belegt auch die wachsende Zahl der beschäftigten Regionalbeauftragten.
So zählte das Projekt 2009 mittlerweile in 4 Standorten (München, Coburg, Fürstenfeldbruck, Augsburg) mehr als eine regionale Fachkraft, (co-)finanziert aus kommunalen Eigenmitteln.

Ausbau von regionaler Vernetzung
Eine Vielzahl von neu aufgebauten oder sich vertiefenden Netzwerken wird 2009 aus den Regionen berichtet:
In Ingolstadt gelingt die Zusammenarbeit und Moderatorinnengewinnung über Mimi (Mimi-Projekt, Mit Migranten für Migranten, des Ethno-Medizinischen Zentrums e.V.).
In Coburg wird die Zusammenarbeit zwischen Migrationsstelle und dem Lokalen Bündnis für Familie weiter vertieft.
Kempten bilanziert gute Synergieeffekte in der Vernetzung ELTERNTALK und KoKi –Netzwerk Frühe Hilfen, z.B. zur Multiplikation von Informationen über Angebote in Familien. Auch soll ELTERNTALK gezielt mit Eltern von Kleinstkindern als Frühe Hilfe angeboten werden. Zusätzlich wurden durch den Ausbau der Jugendsozialarbeit an Schulen mehr Zugänge zu Eltern mit schulpflichtigen Kindern geschaffen.
Pfaffenhofens ELTERNTALK-Netzwerk besteht u.a. aus der Erziehungsberatung, der Frühförderstelle, dem Allgemeinen Sozialdienst, dem internationalen Kulturverein und den ihm angeschlossenen Migrationsverbänden. So konnte die Pfaffenhofener Regionalbeauftragte eine gute Kooperation mit dem türkischen Ortsverein DitiB aufbauen. Aus dieser Zusammenarbeit ergaben sich nach den Talks zum Thema Fernsehen weitere Treffen der Eltern, um Alternativen zum Fernsehkonsum zu finden. Aus diesen „Was mache ich, wenn der Fernseher aus ist“-Gesprächen, wurde unter Anleitung der Regionalbeauftragten die Idee geboren, zweisprachige Kinderbücher vorzulesen. Diese Idee wurde von den Eltern umgesetzt und zudem trugen Eltern und Moderatorinnen sie in die Kindergärten weiter, die diese gerne aufnahmen.
In Unterallgäu wurden im Rahmen der Suchtvorbeugung-Talks Kontakte zum Programm „Klasse 2000“ geknüpft.
Der Würzburger ELTERNTALK vertiefte die Zusammenarbeit mit der Schulsozialarbeit einer Volkschule und Kimus, der Kontakt und Informationszentrale. Ausgangspunkt der Zusammenarbeit seit 2008 war das Projekt ELTERNTALK. Die Kombination von Talks und PC Kursen für muslimische Frauen decken sehr gut die Bedarfe der Frauen. Sie bekommen die deutsche Sprache und PC Kenntnisse vermittelt und können durch den Informationsaustausch bei ELTERNTALK mehr Sicherheit und Bewusstheit in Medienthemen erlangen.
                                                      Angelika Schmiedt da Silva





Ein Projekt der Aktion Jugendschutz Landesarbeitsstelle Bayern e. V . Punkt orange  Fasaneriestraße 17  Punkt orange  80636 München